Canadier Einer Team holt sich die WM Bronzemedaille in Oklahoma
Welch eine Freude - das Canadierteam holt WM Bronze in Oklahoma
Deutsches Canadier-Männer-Team holt WM-Bronze - Foto von links Timo Trummer-Lennard Tuchscherer-Sideris Tasiadis
Herzlichen Glückwunsch für das erfolgreiche C 1 Herrenteam für die WM Bronzemedaille!
Die erste Medaille für Deutschland bei den Kanuslalom-Weltmeisterschaften im US-amerikanischen Oklahoma City gewinnen die Canadierpaddler Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg), Lennard Tuchscherer (Leipziger KC) und Timo Trummer (KV Zeitz) gemeinsam im Teamwettbewerb. Als erste in den Wettkampf gestartet, mussten die Drei lange warten, bis das Ergebnis feststand. Sie wussten, sie hatten einen guten Lauf den Wildwasserkanal von Riversport Rapids. Doch was war er wert? Am Ende setzten sich nur noch Briten und Franzosen vor das deutschen Trio.
Die Freude über Bronze war groß, zumal seit vielen Jahren Deutschland in dieser Disziplin kein WM-Edelmetall holen konnte. „Man sieht jetzt schon, was für Potenzial wir in uns haben“, sagte Tasiadis, der die Fahrt des Trios anführte. Die Taktik, die sich das Team zurechtgelegt hatte, war aufgegangen. Tuchscherer fuhr als Letzter. „Meine Aufgabe war es, dranzubleiben und die Fahrt von Timo weiterhin zu ermöglichen“, erklärte er, denn es gilt immer das richtige Timing zu finden, um sich nicht gegenseitig im Weg zu stehen, aber die Linie auch nicht zu verlassen. „Dafür hatte ich am Anfang der Strecke relativ viel Ruhe im Vergleich zu den beiden anderen und musste dann an gewissen Punkten wieder anziehen“, berichtete der Leipziger. „Uns war bewusst, wir wollen als Mannschaft immer zusammenbleiben, aber auch genügend Platz lassen, damit die Fahrt reibungslos verläuft“, sagte Tasiadis. Trummer freue sich sehr über die Medaille, nachdem es zuvor am Vormittag mit seinem Vorlauf-Aus nicht nach Wunsch gelaufen war. „Es ist immer ein bisschen schade, wenn man es im Einzel nicht hinkriegt. Aber es ist ja unabhängig von der Mannschaft. Da muss man dann trotzdem ordentlich und fokussiert herangehen. Deshalb bin ich auch sehr froh, dass wir das heute gemeinsam runtergerockt haben“, sagte der Zeitzer und ergänzte, „im Einzel muss ich noch ein bisschen an mir arbeiten“. Viel Zeit zum Verarbeiten des Einzellaufes hatte der 30-Jährige nicht. „Ich habe in der Zwischenzeit versucht, es nicht so an mich heran zu lassen, damit ich den Fokus und die Konzentration für die Mannschaft noch habe, weil es da nicht nur um mich geht, sondern auch um die anderen beiden.“
Für das deutsche Canadier-Team mit den drei Leipzigerinnen Andrea Herzog, Nele Bayn und WM-Debütantin Lucie Krech lief es dagegen nicht so gut. Sie hatten sich viel vorgenommen, auch nach Edelmetall geschaut. Doch mit vier Strafsekunden im Gebäck landete das Damen-Trio am Ende auf dem achten Rang. Gold gewann die Slowakei vor tschchien und Frankreich.
Am heutigen Donnerstag finden mit den Halbfinals und Finals die Entscheidungen im Kajak der Damen und Herren. Die Finals starten ab 21.06 Uhr CET.
WM USA: Fünf der sechs deutschen Canadierboote im Halbfinale
Fünf der sechs deutschen Canadierboote konnten sich bei den Kanuslalom-Weltmeisterschaften im US-ameriakanischen Oklahoma City für die Halbfinals der besten 30 qualifizieren. Souverän dabei die Fahrt von Lennard Tuchscherer (Leipziger KC), der auf Rang neun paddelte. Ebenfalls kontrolliert qualifizierte sich Sideris Tasiadis mit Platz 13. Ebenfalls eine Runde weiter sind alle drei Damen vom Leipziger KC mit den Plätzen 23, 25 und 27 durch Nele Bayn, Andrea Herzog und Lucie Krech. Timo Trummer (KV Zeitz) erreichte das Halbfinale nicht. Der 30-Jährige kassierte sechs Strafsekunden, was am Ende Platz 51 in dem 70-köpfigen Feld bedeutete.
WM USA: Deutsche Kajak-Teams paddeln auf Rang acht
Die deutschen Kajak-Damen können diesmal von den Kanuslalom-Weltmeisterschaften kein Edelmetall im Team mitnehmen. Im vorigen Jahr noch zu Silber gefahren, reichte es für Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA), Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) und Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth) nur für den achten Platz. 13 Nationen waren an den Start gegangen. Dabei sah es zunächst richtig gut aus, bis Emily Apel kenterte, was viele Sekunden kostete und damit auch die Chance auf einen Podestplatz. Den Sieg sicherte sich Australien vor Frankreich und der Slowakei.
Ebenfalls auf Rang acht paddelte das deutsche Kajak-Männerteam. Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg), Stefan Hengst (KR Hamm) und Christian Stanzel (Augsburger KV) waren schnell unterwegs, jedoch mit vier Strafsekunden wegen zwei Torstabberührungen im Gepäck war ein Greifen nach Edelmetall unmöglich geworden. Gold gewann Slowenien vor der Schweiz und Österreich. 18 Nationen waren an den Start gegangen.
Marianne Stenglein / Kanu Schwaben Augsburg / Presse DKV Uta Büttner & Fotos
Live-Ergebnisse: https://www.canoeicf.com/canoe-slalom-world-championships/oklahoma-city-2026/results

















