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Deutschland-Cup/U-18 an Christi Himmelfahrt 2021 abgesagt

27.03.2021 06:39
von Marianne Stenglein

Bereits zum dritten Mal werden die Slalom Rennen in Lofer zum jährlichen Termin im Mai (Christi Himmelfahrt) leider wieder nicht stattfinden können.

Die Organisation hat es sich wirklich nicht leicht gemacht. Neben den Fakten war der nachfolgend aufgezeigte Aspekt einer der Gründe für die endgültige Absage.

„Der Wettkampf in Lofer auf der Naturstrecke der Saalach ist etwas ganz Besonderes. Zu sehen, wie die Spitzenathleten diese Wildwasser - Strecke meistern, am Ufer mit zu laufen und zu erfühlen was es bedeutet, das Wasser richtig zu lesen und zu nutzen, die eigenen Fehler zu erkennen und zu lernen, dass ist die wesentliche Bedeutung dieses Wettkampfes“, so der Veranstaltungsleiter Helmut Bär.

Dies alles in Pandemie Zeiten nicht möglich.

„Wettkampf nur um Zahlen und Ergebnisse reduziert unsere Sportart“, so seine Meinung.

Wildwasser Kanuslalom ist eine tolle Sportart, persönlicher Mut, Geschicklichkeit, Trainingsfleiß und Ausdauer sind die Grundvoraussetzungen dazu. Aber, und das betonte der Veranstaltungsleiter vom BKV Team Helmut Bär „ besonders ohne den Spaß an der Bewegung und an der Geselligkeit ist es nicht möglich auf Dauer diesen Sport auszuüben. Unter Pandemie Bedingungen Covid 19 ist kaum möglich“.

Das Lofer-Team des bayerischen Kanu-Verbandes hat in den letzten Tagen intensiv an der Vorbereitung der Cup Rennen in Lofer Mitte Mai gearbeitet. Nach einem Gespräch mit der Gemeinde Lofer/Östereich stellte sich die Situation wie folgt dar:

Das österreichische Bundesland Salzburg ist derzeit besonders von der Corona Pandemie betroffen. Aus diesem Grund werden die bis 31. Mai 2021 geltenden Bestimmungen konsequent umgesetzt.

Im Fall des DKV/BKV Wettkampfes bedeutet das, dass der Wettkampf als Spitzensportveranstaltung definiert werden muss. Das ist sicherlich kein Problem. Schwerer wiegt allerdings die Information, dass der „Begleittross“ (Betreuer, Trainer, Wasserrettung, Kampfrichter, Organisationsteam usw.) damit rechnen muss, rechtzeitig in Quarantäne zu gehen. Dies kann auch sehr kurzfristig angeordnet werden.

Das BKV Team hat zwar ein Konzept erarbeitet, das u.a. eine komplette Absperrung des Wettkampfgeländes, Zugangskontrollen, intensive Hygienemaßnahmen usw. umfasst. Aus Kreisen der teilnehmenden deutschen Vereine erreichten dem BKV Team jedoch die Nachrichten, dass Training insbesondere junger Sportler „ohne Kaderstatus“ nur unzureichend möglich ist. Dieser Coronabedingte Zustand wird sich in den nächsten Wochen auch nicht wesentlich ändern.

Nach Gesprächen mit der DKV-Ressortleiterin, dem DKV Bundestrainer, der BKV Wasserrettung und dem Ressortleiter des Bayerischen Kanu-Verbandes ist das BKV Team der Auffassung, dass unter den gegebenen Umständen der Wettkampf nicht durchgeführt werden kann.

Im Interesse aller Beteiligten und zur Vermeidung von Stornokosten für Buchungen wurde deshalb der Wettkampf in Lofer abgesagt.  Geplant war der 13.5.- 16.5.2021 auf der Saalach zwischen Hubertussteg und dem Bootshaus, kurz vor der Teufelsbrücke. Hier richtet das BKV Team seit Jahrzehnten im Mai die DKV Wildwasser - Kanuslalom Wettkämpfe aus. Die Naturstrecke war auch schon wiederholt Austragungsort von Deutscher Meisterschaft, Europameisterschaften und auch Weltmeisterschaften und ist zudem beliebt bei den Wildwasser Rennsportlern, Rodeofahrern und mit Canyoning.

Ob es in Sommer 2021 die Möglichkeit gibt, einen Wettkampf auszurichten, wird  zur gegebenen Zeit geprüft und bekanntgegeben.

Das ist ein erneuter Rückschlag für die geplante Ausrichtung der beliebten Saalachtaler Kanutage. Aber, es geht vielen Sportveranstaltungen so, deshalb freuen wir uns – falls es 2021 keine Slalomveranstaltung in Lofer auf der wilden Saalach geben sollte – auf Christi Himmelfahrt 2022.

Marianne Stenglein, Referentin für Presse, BKV Lofer Pressereferentin, 26.03.2021

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