Es ist sein Wasser - sein Lebenselexier -der Augsburger Eiskanal

13.06.2026 23:01
von Marianne Stenglein

Sideris siegte im Vorlauf auf dem Augsburger Olympiakanal - im Finale knapp an einer Medaille vorbei

Sideris Tasiadis verpasst Weltcup-Medaille in Augsburg knapp

Es ist sein Wasser, sein Lebenselixier – der Eiskanal. Dass Lokalmatador Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) das wilde Wasser kennt wie kaum ein anderer, zeigte der 36-jährige Canadierspezialist mit seinem Vorlauf verheißungsvoll beim Heim-Weltcup in Augsburg. Doch leider konnte der Routinier diese Leistung im Finale nicht wiederholen. Zwar waren die 97,37 Sekunden aus dem Qualifikationsrennen die schnellste Zeit an diesem Tag, aber zum falschen Zeitpunkt. So gewann der Italiener Raffaello Ivaldi mit einer Endzeit von 97,51 Sekunden vor dem Briten Adam Burgess und Matej Benus aus der Slowakei. Der Augsburger reihte sich als Vierter ein. Im Endlauf touchierte der Kanu-Schwabe bereits Tor zwei. „Es war ein Leichtsinnsfehler“, sagte Tasiadis. Dennoch war er zufrieden: „Nach einem Jahr Wettkampfpause ist es okay, wieder in einem Finale zu stehen“.

Die anderen beiden deutschen Starter schieden bereits im Vorlauf aus. Timo Trummer (KV Zeitz) leistete sich zwar nur zwei Strafsekunden, doch der 30-Jährige verlor Sekunde um Sekunde auf der schwierigen Strecke, so dass es nur für Rang 25 reichte. Lennard Tuchscherer (Leipziger KC) war wie bereits in Prag schnell unterwegs, doch drei Torstabberührungen, verbunden mit sechs Strafsekunden, sind zu viel, um eine Chance auf den Finaleinzug zu haben. Am Ende bedeutete das Platz 31 für den 27-Jährigen.

Bei den Canadier-Damen lief es gar nicht, alle verpassten das Finale der besten Zwölf deutlich. Beste Deutsche war Nachwuchshoffnung Lucie Krech (Leipziger KC) mit Platz 22, die sich damit gut verkaufte. Die 21-Jährige steigerte sich im Verlauf ihres Rennens. Jedoch waren die drei Torstabberührungen, wodurch sechs Sekunden auf ihre Fahrzeit aufaddiert wurden, für einen Finaleinzug zu viel. Aber auch ihre erfahrenen Clubkameradinnen hatten ihre Probleme mit dem Stangenparcours. Während Andrea Herzog noch gut in ihren Lauf gestartet war, lief es bei Nele Bayn von Beginn an nicht optimal. Mit acht Strafsekunden im Gepäck landete Letztere auf Rang 26. Herzog katapultierte eine 50-Sekunden-Strafe auf Platz 38 in dem 54 Teilnehmerinnen großen Feld. Gold sicherte sich die Australierin Jessica Fox vor der Spanierin Nuria Vilarrubla und Martina Satkova aus Tschechien.

Morgen, am Sonntag, finden die Wettkämpfe der Damen und Herren im Kajak-Cross statt. Beginn ist 9.34 Uhr.

Marianne Stenglein / Kanu Schwaben Augsburg / 13.06.2026 Text und Fotos Uta Büttner

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