Kanuslalom Weltcup in La Seu d'Urgell - weder im K 1 noch im C 1 konnte das deutsche Team punkten
Kanuslalom Finale in La Seu d'Urgell
Weltcup-Finale La Seu’Urgell: Canadier-Finals ohne deutsche Beteiligung
Auch die letzten Canadier-Entscheidungen dieser Weltcup-Saison im spanischen La Seu d’Urgell waren ernüchternd für das deutsche Team. Wie bereits einen Tag zuvor in den Kajak-Entscheidungen konnte sich wieder niemand für das Finale qualifizieren. Bereits in den Vorläufen waren bei den Damen und Herren jeweils zwei der drei Boote ausgeschieden.
Sideris Tasiadis (Kanu Schwaben Augsburg) erreichte mit seinem Platz 18 noch das beste Ergebnis, war damit aber weit weg von den Top-Zwölf-Finalisten. Der 36-Jährige konnte seine Vorlaufzeit nicht toppen – im Gegenteil, was für einen Finaleinzug jedoch nötig gewesen wäre. Zwar hatte der Augsburger keine Strafsekunden kassiert, dennoch fehlten ihm 2,52 Sekunden auf den letzten Finalplatz.
Nachwuchshoffnung Lucie Krech (Leipziger KC) als einzige deutsche Halbfinalistin und damit beste Canadierpaddlerin beim Weltcup-Finale zeigte lange Zeit einen guten Halbfinallauf. Leider verlor die 22-Jährige nach Tor 19 ihre Linie, kam nicht mehr ohne Berührung durch die Tore 21 sowie 22 und schaffte es dann nicht, Tor 23 komplett zu befahren, was mit 50 Sekunden auf die Fahrzeit bestraft wurde. Am Ende bedeutete das Rang 29 für sie. Dennoch, für die Zukunft lassen ihre Leistungen hoffen.
Ihre Clubkameradinnen Andrea Herzog und Nele Bayn erwischten gar keinen guten Tag. Beide sind bereits im Vorlauf mit den Plätzen 34 und 51 ausgeschieden. Herzog, die 2019 in La Seu ihren ersten Weltmeistertitel feierte, war bereits mit großen Problemen in das Rennen gestartet. Bei der ersten Zwischenzeit hatte die 26-Jährige sehr viel Zeit verloren, auch zwei Torstabberührungen waren dabei. Die ganze Zeit hatte sie gegen das Wasser zu kämpfen. Noch schlimmer lief es bei Bayn, die zwar etwas besser in ihren Lauf kam, aber kenterte und deshalb fünf Tore verpasste.
Auch Timo Trummer (KV Zeitz) und Lennard Tuchscherer (Leipziger KC) waren im Vorlauf mit den Plätzen 38 und 40 frühzeitig ausgeschieden. Während der Leipziger sehr gut in sein Rennen gestartet war und erst im mittleren Streckenabschnitt größere Probleme hatte, misslang Trummer bereits der Start und ließ während seines gesamten Laufes kontinuierlich Zeit liegen.
Mit Blick auf die Olympia-Quotenplätze haben nun Andrea Herzog und Sideris Tasiadis, auf die das deutsche Team die größten Hoffnungen im Canadier setzt, zwei Streichergebnisse zu Buche stehen. Insgesamt gehen fünf von neun Wettkämpfen in die Punktewertung ein. Drei Wertungsläufe sind nun vorbei, sechs weitere werden in der nächsten Saison ausgetragen.
Weltcup-Finale La Seu’Urgell: Kajak-Finals ohne deutsche Beteiligung
Die letzten Kajak-Entscheidungen dieser Weltcup-Saison im spanischen La Seu d’Urgell liefen alles andere als nach Wunsch für das deutsche Team. Beide Finals fanden ohne deutsche Beteiligung statt.
Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach & KSA) hatte einen hoffnungsvollen Vorlauf mit Platz drei gezeigt. Jedoch verlor die 34-jährige Rheinländerin im Halbfinale komplett die Linie und landete am Ende nur auf Platz 24 in dem 30-köpfigen Feld.
Auch für Annkatrin Plochmann (SGV Nürnberg-Fürth) und Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg) war das Halbfinale mit den Rängen 21 und 29 Endstation. Plochmanns Lauf war etwas zäh. Die 25-Jährige verlor Zehntel um Zehntel. Die reine Fahrzeit der 23-jährigen Augsburgerin war zwar besser als von Apel, jedoch kämpfte sie sich von oben bis unten durch den Stangenparcours, fand nicht richtig die Linie durch das wilde Wasser und kassierte dabei 56 Strafsekunden.
Einziger Halbfinalist bei den Herren, Stefan Hengst (KR Hamm), verpasste den Endlauf der Top-Zwölf mit seinem Rang 26 ebenfalls deutlich. Der 32-Jährige konnte seine Zeit aus dem Vorlauf kaum unterbieten, was auch für ihn das Aus bedeutete.
Noah Hegge (Kanu Schwaben Augsburg) hatte bereits das Halbfinale der Top 30 als Vorlauf-32. nicht erreicht.
Nachwuchshoffnung Christian Stanzel (Augsburger KV) war als Vorlauf-66. in dem 81-köpfigen Feld ausgeschieden.
Mit Blick auf die Olympia-Quotenplätze haben nun Ricarda Funk und Noah Hegge, auf die das deutsche Team die größten Hoffnungen im Kajak setzt, zwei Streichergebnisse zu Buche stehen. Insgesamt gehen fünf von neun Wettkämpfen in die Punktewertung ein. Drei Wertungsläufe sind nun vorbei, sechs weitere werden in der nächsten Saison ausgetragen.
Marianne Stenglein / Kanu Schwaben Augsburg / Presse /13.9.2026 Text DKV Uta Büttner





